Deeskalation und Selbstschutz

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Deeskalation kann helfen, Konflikte zu vermeiden

Am Montag, 19. Juni, fand in der Rodenbachhalle in Niederrodenbach das Seminar für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus verschiedenen Institutionen, Behörden, Schulen, Beratungsstellen und Betrieben aus dem Main-Kinzig-Kreises zum Thema Selbstschutz und Selbstverteidigung statt. Unterstützt wurde die gemeinsame Veranstaltung der Arbeitskreise gegen Gewalt des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau durch Klaus Schejna, Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach, der die Teilnehmenden sehr herzlich begrüßte.

Deeskalation kann helfen, Konflikte zu vermeiden

Unter Leitung von Jan Volpert, Dipl. Soz. Pädagoge und behördlicher Einsatztrainer und Jürgen Schaffrath, ebenfalls behördlicher Einsatztrainer des Netzwerks für Sicherheit Krav Core und unter Begleitung von Ute Pfaff-Hamann, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises und Monika Kühn-Bousonville, Frauenbeauftragte der Stadt Hanau, hatten die fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich in Theorie und Praxis intensiv mit den Themen Deeskalation und Selbstschutz auseinanderzusetzen.

 

Gegen Gewalt und sexuelle Belästung

Gewalt und sexuelle Belästigungen gemeinsam entgegentreten, ist eine erforderliche und unablässige gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wissen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. Nach einer EU-weiten Studie habe jede dritte Frau Gewalt und oder sexuelle Übergriffe erfahren.

„Nach einer Belästigung oder Gewalterfahrung sind die Folgen – nicht die körperlichen und seelischen Verletzungen – meist verheerend. Aber auch die Ohnmacht und Hilflosigkeit, sich nicht behauptet oder zur Wehr gesetzt zu haben, können den betroffenen Menschen auffressen“, berichtet Ute Pfaff-Hamann.

 

Handlungskompetenz erwerben

In dem Seminar wurden deshalb Inhalte vermittelt, Erfahrungen reflektiert und Strategien aufgezeigt, präventive Vorgehensweisen zu körperlichen Übergriffen dargestellt und Selbstschutztechniken beschrieben. Vorrangig sei es zu ermöglichen, dass durch Vorausdenken möglicher Gefahrensituationen die im Seminar vermittelte Handlungskompetenz abrufbar wird und es somit erst gar nicht erst zum Eintritt der Gefahr kommt.

 

Fokus auf körperliche Fähigkeiten

Besonderes Augenmerk wurde auf das Verständnis physiologischer und psychologischer Vorgänge in Hochstresssituationen gelegt, um im praktischen Teil des Seminars – basierend auf natürlichen Reaktionen eines Menschen – entsprechende Schutzkonzepte einzubeziehen.

Vermittelt wurden auch umfangreiche Kenntnisse über die zeitlichen Abläufe eines Konfliktes, der Pre-Konflikt-, Konflikt- und Postkonflikt-Phase und der entsprechenden rechtlichen Gegebenheiten.

Vorrang in solchen Situationen haben immer Vermeidungs- und Deeskalationsstrategien vor einer körperlichen Auseinandersetzung. Die wurde in einem Vorkonfliktphasen-Training Rollenspielen intensiv geübt.

Trotz der hohen Temperaturen in der Rodenbach Halle waren alle Teilnehmenden über den gesamten Verlauf des 7-stündigen Seminars hochmotiviert und nutzten viele Gelegenheiten, mit dem Trainerteam in Kontakt zu treten und nach Möglichkeiten zu weiterer Fortbildung und zusätzlichen Modulen zu fragen.

 

Ein Dank an KRAV CORE®

Das Team von KRAV CORE® bedankte sich für die motivierte Teilnahme aller Seminarbesucher/innen und freut sich, weitere Institutionen, Behörden und Unternehmen mit spezifischen Lösung zu den jeweiligen Arbeitsgebieten und Aufgabenstellungen der Beschäftigten zu begleiten.

Auch die Veranstalterinnen und Teilnehmenden waren sich einig, dass das Seminar fortgesetzt werden sollte und bedankten sich beim Team von KRAV CORE®. Wer Näheres erfahren möchte, kann sich gerne an die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Kreises und der Stadt Hanau wenden.